Sie sind hier: Startseite -> Rootserver-Grundlagen -> MaxClients

Rootserver-Grundlagen: MaxClients

MaxClients: Bremse bei den Servereinstellungen

Gerade jenen Anwendern, die das erste Mal einen Server betreiben, passiert es, dass der Server wunderbar funktioniert, man hat sich auch mit der Shell angefreundet, die Daten per FTP hochgespielt und die Seite wird auch angezeigt, aber trotzdem ist man unzufrieden, weil die Seite elendslangsam ist. Da war sie beim Webhosting noch viel schneller, dabei benützt man nun einen eigenen Server (auch wenn er gemietet ist).

Ein sehr beliebter Grund, warum dies so ist, hat mit der Einstellung des Apache zu tun und zwar mit jener von MaxClients. Abhängig vom Linux-System und der Vorkonfiguration kann es hier passieren, dass 20 eingestellt ist, das kommt recht häufig vor.

MaxClients 20 bedeutet, dass man als 21. Besucher der Webseite warten muss, bis einer von den 20 davor sich verabschiedet, damit man die Seite selbst zu sehen bekommt. Man steckt sozusagen in der Warteschleife und je mehr Leute in der Warteschleife stecken, umso langsamer wird die Anzeige. Nicht das Laden der Seite selbst ist, wie man annehmen könnte, das Problem, sondern man hat ganz einfach kein aktuelles Ticket, um die Seite besuchen zu können - so wie ein Kinosaal, der voll ist und erst wenn einer rausgeht, kann ein anderer Besucher den Saal betreten.

Daher sollte man in solchen Fällen mit Programmen wie PuTTY oder alternativer Software den Server als Root besuchen und die Apache-Einstellungen prüfen. Bei vielen Systemen findet man die conf-Datei mit dem Pfad

/etc/apache2/apache2.conf

abhängig von Version und Betriebssystem. Mit dem vi-Editor kann man dann den Wert von MaxClients prüfen und gegebenenfalls verändern. Waren es vorher 20, so ist die Änderung auf 200 mit einer großen Überraschung verbunden, denn die Seite wird auf einmal "fliegen", die Wartezeit ist vorbei.

Achten sollte man aber darauf, dass ein Wert über 256 nicht zulässig ist. Man kann zwar 2000 auch eingeben, aber das wird vom Server ignoriert.



Sie wollen den Artikel teilen?
bei Twitter teilen bei Facebook teilen Artikel per E-Mail empfehlen