Sie sind hier: Startseite -> SEO-Grundlagen -> SEO-Basiswissen -> Dynamische URL

SEO-Basiswissen: Dynamische URL

Dynamische URL: böse oder doch nicht?

Ein heftig umstrittenes Thema bei der Suchmaschinenoptimierung ist die dynamische URL. Dabei handelt es sich um eine Webseite, die auf Basis einer Datenbank erstellt wird. Content-Management-Systeme (CMS) wie Typo3, Joomla und andere Lösungen basieren auf dynamischen Adressen, gleiches gilt für selbst erstellte Lösungen mit einem Editor, der für das Eingeben des Inhalts zuständig ist.

Wieso eigentlich dynamische URL?

Eine normale Adresse einer Unterseite, beispielsweise die Seite von Referenzen würde folgende Adresse aufweisen:

www.musterdomain.at/referenzen.htm oder /referenzen.html. Wurde mit PHP gearbeitet oder mit JSP kann es auch /referenzen.jsp oder /referenzen.php lauten.

Das bedeutet, diese Unterseite mit den Referenzen - unabhängig vom Inhalt - ist eine eigens angelegte Seite, die auf ein individuelles Dokument aufbaut. Das Dokument wurde in einem Editor erstellt und teilt sich seinen Inhalt mit keiner anderen Seite.

Anders läuft es ab, wenn man eine Datenbank als Basis nützt. In dem Fall würde die Adresse der gleichen Seite, die auch gleich für den Besucher aussehen würde, so lauten:

www.musterdomain.at/index.php?id=34

Index.php ist dabei die Basisseite und id=34 ist die fortlaufende Nummer der Seite in der Datenbank. Das heißt, dass index in der Datenbank den Inhalt für Seite 34 abruft. Bei Systemen wie Typo3 & Co. kann man statt id=34 ein Alias einfügen, um das wichtigste Schlüsselwort hinzuzufügen. Dann könnte

www.musterdomain.at/index.php?id=referenzen

stehen.

Warum ist die dynamische URL jetzt so umstritten? Jahrelang hat es gelautet, dass die Suchmaschinen mit diesen URLs nicht klarkommen, aber das stimmt schon lange nicht mehr. Weiters heißt es, dass die dynamischen URLs in Suchmaschinen schlechter bewertet werden als die statische Version (siehe oben). Auch das ist umstritten, könnte aber sein, der wissenschaftliche Beweis fehlt.

Fakt ist, dass Seiten, die dynamische URLs aufweisen, in Google & Co. genausogut gefunden werden wie normale URLs und wesentliche Nachteile können nicht genannt werden. In vielen Büchern rund um die Suchmaschinenoptimierung wird aber trotzdem empfohlen, mit Tricks zu arbeiten, um diese dynamischen URLs zu vermeiden.

Das geht, indem man in einer .htaccess-Datei die Funktion vom Rewrite nützt. Dazu braucht es aber auch die Rechte und ein gewisses Know-How. Bei großen CMS-Anwendungen wie Typo3 gibt es einen Zusatz, eine Extension, namens RealURL. Diese übernimmt den Job des Umwandelns, das bedeutet, dass aus

www.musterdomain.at/index.php?id=34

www.musterdomain.at/index34.html

geschaffen wird. Viele Typo3-User haben einzig der Suchmaschinenoptimierung wegen die Extension im Einsatz und schwören darauf. Dabei gibt es viele Probleme mit anderen Erweiterungen von Typo3, die sich mit RealURL nicht vertragen. Von daher ist genau zu überlegen, ob man die dynamische URL vermeidet oder nicht.

Denn die Leserinnen und Leser merken sich weder die eine URL noch die andere und beide kann man in den Favoriten abspeichern oder überhaupt über die Bookmarkdienste wie Mister Wong & Co. sichern - wie sie aussehen, spielt dabei keine Rolle.

Ebenfalls interessant:

[aktuelle Seite]

Dynamische URL

Informationen über die dynamische Url bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Spaghetti Code

Informationen über den Spaghetti Code, womit man ein Vermischen von Inhalt und Programmierung im Webdesign meint.

Soziale Medien

Wenn der Artikel gefallen und/oder geholfen hat, bitte teilen:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht SEO-Basiswissen

Startseite SEO-Grundlagen