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Soll man auf Google Updates reagieren?

Sind Veränderungen wirklich so schlimm?

Google ist zwar der Platzhirsch unter den Suchmaschinen und zwar deutlich, aber trotzdem nicht daran interessiert, dass alles so bleibt wie es ist, weil dann findige Optimierer mit Tricks ihre Seiten oder die Internetseiten ihrer Kundschaft bevorzugt in den Rankings positionieren könnten.

Deshalb gibt es regelmäßig Veränderungen in der Technologie der Suchmaschine, die gemeinhin als Google Updates bezeichnet werden, wobei jeden Monat mindestens ein paar Dutzend Anpassungen erfolgen, die kaum jemand wirklich mitbekommt. Es gibt aber von Zeit zu Zeit massivere Änderungen, die sich sehr wohl auswirken oder zumindest auswirken können und die Frage ist dann, wie man damit umgehen mag.

Die Aufregung ist riesengroß, denn man könnte viele Positionen verlieren. Teilweise ist das sogar beabsichtigt, indem bestimmte Arten von Webseiten nicht mehr so präsent angezeigt werden, hauptsächlich sind es aber strategische Veränderungen auch aufgrund von Rückmeldungen von Nutzern oder aufgrund von Auswertungen aus den Nutzerdaten, zum Beispiel von Google Analytics.

Was kann ein Google Update sein?

Ein regelmäßiges Google Update verändert die Reihenfolge bei bestimmten Keywords kaum und ist eine leichte Anpassung der Programmierung ergo der Algorithmen der Suchmaschine. Sie fallen nicht weiter auf.

Monatliche größere Google Updates können schon stärkere Auswirkungen haben, sind aber oft auch nur Anpassungen, die im nächsten Monat vielleicht wieder zurückgenommen werden. Es kann sich hier aber auch um deutlichere Verschiebungen handeln, wenn im Update, oft auch als Core Update bezeichnet (Core = Kern, also in den zentralen logischen Suchparametern) sich etwas tut. Da aber jeden Monat solches passiert, wäre es sehr stressig, sich stets damit auseinander zu setzen.

Bleiben noch thematisch relevante Google Updates. Diese haben schon große Auswirkungen - oder können sie zumindest haben. Ein Beispiel war 2021 die Einführung neuer Werte zum Hinterfragen der Webseiten wie die Ladezeit oder die Frage, ob sich Inhalt durch Werbebanner oder andere Inhaltstypen verschieben (CLS-Wert). Es gibt auch Ankündigungen, dass gegen Spam stärker vorgegangen wird oder dass bestimmte Veränderungen bei den Datenfeldern möglich wären. Auch 2021 gab es Updates, um die übertriebenen Verlinkungen im Bereich offensichtlicher Werbeartikel Einhalt geboten werden soll.

Soll man auf ein Google Update reagieren?

Generell ist es interessant, was Google gerade so macht, aber in den meisten Fällen weiß man es gar nicht. Google lässt sich natürlich nicht gerne in die Karten schauen und wenn ein Update angekündigt wird, dann hat das meist einen strategischen Grund. Viele Webmaster und SEO-Verantwortliche sind bei Updates immer sehr aufgeregt, aber wenn man sehr guten und interessanten Inhalt auf seiner Webseite anbietet, spielt es kaum eine Rolle, ob da nun ein neues Update kommt oder nicht. Es sei denn, Google schießt in eine bestimmte Richtung - als Beispiel wurden mit einem Schlag viele medizinische Seiten abgewertet und dann ist man natürlich auch mit gutem Inhalt betroffen, warum auch immer.

Geht man aber von einer normalen Informationsseite oder einem Online Shop aus, gibt es keinen Grund, warum sich etwas ändern sollte.

Darauf reagieren kann zum Eigentor werden

Und dann gibt es auch Aktionen, bei denen Google einfach Sachen ausprobiert oder einfach nur einen kleinen Testballon abfeuert. Ein Beispiel war die Ankündigung, dass das Meta-Tag description (die Beschreibung für die Webseite in den Suchmaschinen) doppelt so lange Texte aufnehmen darf als bisher.

Prompt haben viele angefangen, bei ihren hunderten oder gar tausenden Seiten die Beschreibung auszubauen, um ja profitieren zu können. Das ist nicht wenig Arbeit und brachte genau nichts. Denn Google kam ein paar Monate später zu der Erkenntnis, dass es doch keine Erweiterung des Feldes geben sollte und alles beim alten bleibt. Damit war die ganze Arbeit für die Katze.

In dem Fall ist die Aktion vielleicht sogar ein großes Eigentor, weil Google kündigt etwas an, lehnt sich zurück und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Suchmaschine beobachten mit Genuss, wer aller darauf reagiert und seine Seite verändert. Je öfter man dabei mitspielt, umso eher wird man sich das Image eines Überoptimierers einfangen und das kann sich mittel- bis langfristig rächen, weil man an Positionen verliert.

Bleibt man hingegen gelassen und schaut sich das in Ruhe an, ändert an der eigenen Seite aber nichts, wird man Zug um Zug die Überoptimierer überholen und sogar dazugewinnen, weil man sich einen Vertrauensbonus holt. Deshalb wird auch empfohlen, nicht ständig die Seiten zu ändern, sondern langfristiges Vertrauen aufzubauen.

Letztlich hätte man um die Zeit, die man auf die Reaktion eines möglichen oder eingesetzten Google Updates verwendet hat, längst ein paar Dutzend guter Seiten aufbauen können und das bringt viel mehr als die Frage, ob man vielleicht von Position vier auf Position neun fallen könnte. Wenn man mit den neuen Seiten auch auf Position neun gekommen wäre, hätte man seinen Besuch vervielfachen können - mit oder ohne Google Update...

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Google Update und SEOArtikel-Thema: Soll man auf Google Updates reagieren?
Beschreibung: Die 💪 Google Updates sorgen immer wieder für Unruhe bei Webseitenbesitzer, weil die eigene Seite betroffen sein könnte - ✅ soll man reagieren?

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