Domain Grabbing

Das große Geschäft mit Domains

Ein noch junger Begriff, der manchmal für Verwirrung sorgt, ist das Domain Grabbing. Damit ist das massenweise Registrieren neuer Domains gemeint, die aus einem einzigen Zweck erworben werden: um sie dann, wenn es kaum mehr Domains gibt, teuer verkaufen zu können und so zu viel Geld zu kommen.

Geschäftsmodell Domain Grabbing

Die Domains, vor allem die Second Level Domains, sind nach einer gewissen Zeit sehr rar und dementsprechend schwer wird es, eine geeignete Domain für den Internetauftritt zu finden, die noch frei und registrierbar ist. Aufgrund der Engpässe bei den Domains werden immer wieder neue Top Level Domains geschaffen.

Beispiel: möchte man eine Domain mit winkelb erwerben, weil man eine neue Seite aufzubauen gedenkt, dann gibt es einen Fixpreis aufgrund der gewünschten Top Level Domain, also zum Beispiel .at für Österreich oder .de für Deutschland. Man prüft, ob die Domain zu haben ist und was sie in diesem Fall kostet. Hat nun jemand alle winkelb-Kombinationen erworben, dann ist die Domain nicht frei, aber eine Seite findet man im Netz auch nicht. Manchmal gibt es eine Seite mit Hinweis auf die Kaufoption, manchmal findet man gar keine Info.

Da man die Adresse braucht und will, weil sie gut zum Inhalt der geplanten Seite passt, informiert man sich über die Möglichkeit, die Domain zu kaufen und damit wirkt sich das Sammeln der Adressen aus, denn der Preis ist sicher höher als normal beim Provider.

Neue Top Level Domains helfen nur wenig

Aus diesem Grund wurden die .eu-Domains ins Leben gerufen, die neue Optionen für Webseiten angeboten haben. Doch diese Domains waren sehr schnell wieder vom Markt verschwunden, weil viele Domain Grabber haufenweise die neuen Domains mit der .eu-Endung registriert haben.

Ihre Überlegung war klarerweise jene, dass sie günstig viele Domains sichern können, die sie später teuer verkaufen können. In der Zwischenzeit haben sich die Gerichte mit dem Domainhandel beschäftigt und sind zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Domain ein normales Wirtschaftsgut ist und daher der Handel damit - in welcher Form immer - gerechtfertigt und keinesfalls unmoralisch ist.

In der Praxis regelt sich die Sache meistens von selbst, weil wenn die Domainsammler auf ihren Domains sehr lange sitzen bleiben, reduziert sich der Preis ohnehin. Angebot und Nachfrage ist auch im Internet ein gültiges Prinzip, das sich schlussendlich durchsetzt.

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Die Domain ist die Adresse für die gewünschte Internetadresse, wobei man erst klären muss, ob die Wunschadresse noch frei ist. Es gibt eigene Anbieter für Domains, aber oft ist der Provider selbst in der Lage, diese anzubieten - als zusätzliche Dienstleistung zum Hosting. Damit kann man alles in einem Haus konsumieren - den Speicher (Webspace) für die Seite plus der Domain (Adresse). Er ist dann auch der Ansprechpartner, wenn man den Provider wechseln will und einen KK-Antrag stellt, schon alleine deshalb, weil man den AuthCode dafür braucht.

Rund um die Domains gibt es noch weitere Begriffe und dazu gehört das Sammeln von Domains (Domain Grabbing) für einen teureren Weiterverkauf ebenso wie das Domain Parking oder das Domain Pointing abhängig von der aktuellen Situation. Ebenfalls ein wichtiges Thema ist die Länderkennung, wobei schon ausgeführt ist, dass eine .at-Webseite noch nicht zwingend eine österreichische Seite sein muss oder Inhalte für Österreich bereitstellt.

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