Verweildauer oder Dauer des Besuchs auf der Webseite

Wie lange bleiben die Leute auf der Seite?

Auf vielen Webseiten im Internet gibt es ein Verhalten, das die Betreiber der Seiten gar nicht so gerne haben: die Leute suchen eine Information, kommen über Suchmaschine auf die Seite, rufen die Information ab und sind wieder verschwunden. Dass das kein Einzelfall ist, zeigen diverse Statistiktools wie beispielsweise Google Analytics oder andere Werkzeuge an. Hier wird die durchschnittliche Verweildauer angezeigt und es scheint utopisch, dass die Leute im Schnitt nur zwei Minuten auf der Seite bleiben, auch wenn es tausende Informationsseiten geben mag.

Bedeutung der Besuchsdauer für Webseite und Werbung

Andererseits sind zwei Minuten nicht kurz, wenn man sich überlegt, dass viele Inhalte binnen weniger Augenblicke komplett erfasst sind. Die Verweildauer, die in Statistiken auch gerne als Usetime international bezeichnet wird, ist jene Zeitspanne, die ein Besucher auf einer Webseite verbringt und zwar vom Einstieg auf die Seite (unabhängig von der Einstiegseite) bis zum Verlassen der Seite.

Diese Information ist für die Webseite interessant, um das Surfverhalten der Besucherinnen und Besucher kennenzulernen, es ist aber auch für die Online-Werbung relevant. Je länger die Leute auf einer Seite bleiben, desto interessanter erscheint diese für die Besucherinnen und Besucher zu sein und desto mehr Wert hat die Seite für die werbenden Unternehmen.

Eine Seite, die schnell wieder verlassen wird, wird kaum dazu einladen, länger zu verbleiben oder gar die Werbung anzuklicken. Daher ist die Verweildauer vielleicht nicht das wichtigste Argument für oder gegen das Buchen von Werbung auf der Seite, aber es kann durchaus auch jenes Faktum sein, das die Entscheidung ausmacht. Denn viele Leute im Marketing interessieren sich für diesen Wert und das ist nicht unproblematisch.

Besuchsdauer hinterfragen

Es ist interessant, sich in Analytics oder vielen anderen Statistikauswertungen die durchschnittliche Besuchsdauer anzusehen und da sehr viele Webseitenbesitzer diese Werkzeuge nutzen, kann man auch mit anderen Seiten vergleichen und sich austauschen. Aber man sollte vorsichtig sein, denn die Werte müssen überhaupt nicht stimmen.

Beispiele für die Problematik sind schnell erzählt. Es kann ein Besucher sich fünf Minuten lang ein angebotenes Video anschauen und verlässt dann die Seite. Da er auf keinen weiteren Link (intern oder extern) klickt, setzt er aus Sicht der Statistik keine weitere Aktion und es werden 0 Sekunden als Aufenthaltsdauer festgelegt. In Wirklichkeit war dieser Nutzer absolut interessiert und blieb fünf Minuten auf der Seite, was aber nicht berücksichtigt werden kann. Ein anderer Nutzer liest sich einen wirklich langen Text durch, bleibt sieben Minuten auf der Seite, verlässt diese aber auf gleiche Weise und wird auch mit 0 Sekunden ermittelt.

In beiden Fällen würde es sehr gute Werte geben, wenn sie noch auf einen Link der Seite klicken würden. Es gibt wohl Tricks, um trotzdem Aktionen zu erfassen, aber die Genauigkeit ist nie so, wie man sich das wünschen würde. Daher ist die Besuchsdauer oft weit niedriger als sie in Wirklichkeit ist.

Es ist ein fataler Fehler, sich verrückt zu machen, weil man nur 1:30 Minuten als durchschnittliche Besuchsdauer angezeigt bekommt. Tatsächlich ist die Frage, ob eine einfache Statistik ohne diesem Wert nicht besser wäre. Entscheidend ist, wie viele Besucherinnen und Besucher man auf die Seite locken kann und wie effektiv die Angebote genutzt werden oder die Werbung in Anspruch genommen wird. Ob die Leute lang oder kurz auf der Seite sind, ist zwar laut Marketing enorm wichtig, aber selbst nach einem halben Jahr haben viele Marketingexpertinnen und Marketingexperten bei bestimmten Webseiten nicht mehr über das typische Verhalten von Nutzern erfahren können - denn die Zahlen können das spontane Verhalten der Leute niemals richtig abbilden, ganz besonders nicht bei der echten Besuchsdauer.

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Das Thema Vermarktung der eigenen Seite betrifft sehr viele Leute, weil man mit ein paar Euro für seinen Blog auch die Fixkosten (Server, Webhosting etc.) hereinspielen kann. Mancher Blog wird erfolgreicher und größer als erwartet ist so manches Mal sogar zur Haupteinnahmenquelle geworden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Direktmarketing oder E-Mail-Marketing, zum Beispiel auch als Affilate ergo Mitglied eines Partnerprogramms.

Ein wesentlicher Faktor ist die Art und Weise, wie die Werbung für die eigentlichen Werber geschaltet wird. Das können Werbebanner sein, von denen es sehr viele gibt oder auch der Textlink.

Spannend ist natürlich die Frage, was man mit einer Seite verdienen kann, was es mit CPC, CPM und anderen Systemen auf sich hat und wie der Vergleich dieser Überlegungen konkret aussieht.

Und dann gibt es die Zugriffsstatistik, die für das Marketing auch sehr wichtig ist. Manche Themen muss man kritisch hinterfragen wie etwa die Absprungrate oder die Verweildauer auf der Seite, andere Werte sind recht klar wie die Zahl der tatsächlichen Besucher.

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